Depressionen/Selbstmordgedanken und -handlungen

Sind vorhanden bei den folgenden typischen Gefühlen und Symptomen:

  • Nichts geht mehr, nichts erfreut mich
  • alles , was ich bisher geleistet habe, ist  nicht gut
  • ich kann nicht mehr einschlafen, nicht durchschlafen, nur noch schlafen
  • ich kann mich zu nichts mehr aufraffen, ich schminke mich nicht, ich reduziere die tägliche Körperpflege bzw. gebe sie vollkommen auf
  • ich schaffe es nicht, aufzustehen, in die Schule zu gehen
  • ich kann niemanden anrufen und/oder um Hilfe fragen
  • ich kann mich nicht mehr konzentrieren
  • ich habe keinen Hunger mehr, nichts schmeckt mir gut
  • ich sehe keinen Sinn mehr in meinem Leben
  • ich will (so) nicht mehr leben

Wir wollen Ihrem Kind bzw. Jugendlichen zeitnah Gelegenheit geben, einen Raum für das Aussprechen eigener Gefühle zu erhalten und auch nach eigenen Möglichkeiten und Ressourcen suchen, um diese zu entwickeln. Die Unterstützung bei der Strukturierung des Alltages durch einen Aktivitätenplan und begleitete  Tätigkeiten sind  neben den Gesprächen häufig ein sinnvoller Schritt. Über das Erleben eigener Aktivitäten kann die Erfahrung vermittelt werden, das Leben wieder in die Hand  nehmen zu können.  Mittun statt Mitleid stehen hier im Vordergrund. Hierbei wollen wir Sie auch als Eltern unterstützen.

Es kann sinnvoll sein, auch eine Medikation einzunehmen, die stabilisiert, ohne den Antrieb zu dämpfen, um den Lebensaufgaben (Schule, Ausbildung) nachzukommen und den Anschluss nicht zu verlieren. In Einzelfällen muss aufgrund der Eigengefährdung eine sofortige stationäre Behandlung in der  Kinder- und Jugendpsychiatrie erfolgen, um die Grundlage des Lebens aufrechtzuerhalten. Gerne nehmen wir im Anschluss in Absprache mit den Kollegen in der Klinik die Behandlung ambulant wieder auf.

Aktualisiert am:19. April 2014