ADS, ADHS, ADD

Jedes Kind ist an manchen Tagen unruhiger als an anderen. Manche Kinder sind auch einfach lebhafter als andere. Und nicht an jedem Tag sind Durchhaltevermögen und Motivation gleich. Leitsymptome sind: Impulsivität, variable Konzentration und Aufmerksamkeit, (motorische) Unruhe. 

Die Betroffenen lassen sich beispielsweise in der Schule leicht ablenken. Ihnen fällt es schwer, dem Lehrer längere Zeit zuzuhören und größere Aufgaben ohne Strukturierung und rückversichernder Unterstützung zu Ende zu bringen. Am ausgeprägtesten treten diese Probleme unter folgenden Bedingungen auf:  vor allem bei Tätigkeiten, die sie nicht selber ausgewählt haben  und die eine (geistige Anstrengung) beinhalten. Keine Verhaltensauffälligkeiten treten dagegen in der Regel bei selbstgewählten Tätigkeiten auf mit eigenem Interesse bzw. Motivation. (Spielen mit dem Game-Boy, PC, Playmobil, Lego etc.).

Die Impulsivität zeigt sich v.a. darin, plötzlich und ohne Überlegung zu handeln. Die Betroffenen sind selten in der Lage, Bedürfnisse aufzuschieben und abzuwarten, bis sie an der Reihe sind. Anzeichen: ständiges Dazwischenrufen in der Schule, Vordrängeln im Spiel, geringe Frustrationstoleranz, Eigentumsdelikte,  expansives Verhalten.

Vor allem im Kindergarten- und Grundschulalter fallen manche Kinder auf: durch starke Ruhelosigkeit und häufiges Zappeln. Es fällt ihnen schwer, ruhig zu spielen. Im Unterricht oder im Spielkreis stehen sie ständig auf. Ihre Unruhe scheint durch Aufforderungen und Regeln nicht dauerhaft beeinflussbar zu sein. Mit zunehmendem Alter aber nimmt diese motorische Unruhe meist ab.

Es gibt aber auch Kinder, die zunächst kaum auffallen, da sie z. B. den Unterricht nicht aktiv stören, sondern eher in sich gekehrt sind und "vor sich hin träumen". Es kommt immer wieder vor, das diesen Schülern trotz inhaltlicher Vorbereitung Faulheit und Desinteresse unterstellt wird, wenn diese ihre Kenntnisse nicht zeitgerecht einsetzen können.

Aktualisiert am: 27. Juli 2018