Posttraumatische Belastungsstörung

Unter dem Begriff der sogenannten "Posttraumatischen Belastungsstörung" (PTBS) versteht man schwerwiegende psychische Beeinträchtigungen nach einem traumatischen Ereignis. Traumata sind extrem belastende Ereignisse oder Situationen mit außergewöhnlicher Bedrohung (z.B. Unfälle, Naturkatastrophen, Verlust eines nahe stehenden Menschen, körperliche und/oder sexuelle Gewalt etc.). Etwa 20-30% der Menschen, die ein Trauma erlebt haben, entwickeln eine PTBS; je schlimmer und langanhaltender die traumatischen Erlebnisse sind, desto eher leiden Personen unter einer PTBS.

Eine posttraumatische Belastungsstörung kann aus folgenden Symptomen bestehen:

  • die traumatischen Ereignisse werden erinnert oder wiedererlebt (z.B. auch in Alpträumen),
  • das Vermeiden von Dingen und Situationen, die einen an das Trauma erinnern,
  • ein Gefühl des Betäubtseins, Neben-sich-Stehens oder der Gleichgültigkeit,
  • Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen.

Bei Kindern kann die Symptomatik je nach Alter noch etwas anders aussehen und ist nicht einfach zu diagnostizieren.

Das Vorliegen einer PTBS erfordert normalerweise eine längerfristige Psychotherapie (Traumatherapie). Bei Kindern und Jugendlichen müssen auch die Bezugspersonen beraten werden.

Aktualisiert am: 27. Juli 2018