Essstörungen (Anorexie, Bulimie, Adipositas, Orthorexie)

Der Druck auf Menschen, heute schön, makellos und erfolgreich erscheinen, lastet auch auf Kindern und Jugendlichen. Neben den Gefühlsschwankungen in der Pubertät erleben alle in den Medien, in der Öffentlichkeit die dauerhafte Präsentation nicht erreichbarer körperlich-ästhetischer Normen. Zusätzlich wird allen suggeriert, dass ein annehmbares Äußeres gleichzusetzen sei mit einem problemlosen Dasein. Die Tendenz, die innere Entwicklung demgegenüber zu vernachlässigen, betrifft alle Generationen in den Familien. Häufig kommt es im Verlauf von Diätmaßnahmen kurz vor der Menarche zu einer Verselbständigungen der Begrenzung einer Nahrungsaufnahme,  der völlig verschobenen Selbstwahrnehmung von Körperformen und -gewicht, der sog. Körperschemastörung und oder dem Erbrechen bzw. Einsatz anderer Mittel. Alles dreht sich dann um das Nichtessen bzw. um die Vermeidung einer Gewichtszunahme.  Über kurz oder lang ist die ganze Familie miteinbezogen, das Miteinander ist dann häufig geprägt von initial Anbieten, Überreden wollen und Bitten, schließlich von Vorschriften und Befehlen und zuletzt von Konflikten, Streit und Kontrollzwängen.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist es Zeit, außerhalb der Familie Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die therapeutische Unterstützung der  Praxis  besteht in Gesprächen, der (verhaltenstherapeutischen) Einübung eines gewichtsstabilisierenden Essverhaltens, dass  die Basis ist, um sich den zugrunde liegenden Problemen zuwenden zu können. Voraussetzung  einer ambulanten Unterstützung ist die Nichtunterschreitung vital bedrohlicher Gewichtsgrenzen, die eine stationäre Behandlung erfordert.

Unser Ansatz beinhaltet - gerade zu Beginn-eine engmaschige, fürsorgliche  Begleitung mit langem Atem.

Aktualisiert am: 24. Mai 2018