Wahnerkrankungen (Psychosen, Schizophrenien)

Wenn die Seele erkrankt, können Wahneindrücke  und -ideen empfunden werden, die zu befremdenden Einschätzungen und Handlungen  führen.   Diese Verhaltensweisen werden von der Umgebung häufig als völlig unerklärlich empfunden und können zu einer großen Gefahr werden, nicht nur für die Betroffenen.

Die Erkrankten hören, sehen, riechen, schmecken Dinge, die sich in der Wirklichkeit nicht wieder finden, bzw. interpretieren Ereignisse, indem sie diese zu sich in Beziehung setzen oder mit anderen Absichten versehen, als den wirklichen. Den Angehörigen und Freunden fällt eine Wesensänderung auf, ein gänzliches unerklärliches Verhalten und/oder plötzliche intensive Gefühlsveränderungen, die aus dem Nichts zu kommen scheinen. Vorboten können ein sozialer Rückzug sein, eher originelles Verhalten mit sehr überlegten Erklärungen der Betroffenen und oder ein völlig verändertes Schlafverhalten, häufig ein Angetriebensein (Agitiertheit).

Auslöser können Drogenkonsum und bestimmte Medikamente sein, aber auch körperliche Erkrankungen bzw. Tumoren. Zum Teil ist die Ursache nicht feststellbar.

Frühzeitiges Handeln der Angehörigen ist wichtig, Vorstellung in der Praxis oder direkt in der Klinik, da der Betroffene keine eigene Krankheitseinsicht hat. Häufig steht am Anfang v.a. aufgrund der Eigengefährdung eine stationäre Behandlung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit Reizabschirmung, intensiver Betreuung, Aufsicht und antipsychotischer Medikation.

 

Aktualisiert am: 27. Juli 2018